Troubleshooting um Ubuntu 10.04

weil`s auch als musiker nicht ohne geht: entpacken/ mkdir/...
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stevie777
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Troubleshooting um Ubuntu 10.04

Beitrag von stevie777 »

Als relativer Linux-Frischling kann ich mich eigentlich nur wundern, warum man mit Ubuntu scheinbar geradezu zwanghaft alle halbe Jahre ein neues Release rausbringen muss. Eigentlich habe ich mich ja auf die LTS gefreut, weil ich dachte, hier gibt man sich einmal mehr richtig Mühe - zumal ich mit Karmic echt sehr zufrieden bin.

Scheinbar ist mit neuen Releases allerdings Vorsicht geboten oder sehe ich da was falsch?
http://ikhaya.ubuntuusers.de/2010/04/29 ... arten-auf/

Wie ist das mit anderen Distris wie Sidux, Linux Mint usw.? Wie lange kann man so ein Betriebssystem verwenden bzw. wie lange wird man mit Updates versorgt?
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Mitsch
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Re: Troubleshooting um Ubuntu 10.04

Beitrag von Mitsch »

Mich schockt das alles nicht mehr... :)

Mal im Ernst: Ubuntu als Update ist immer so la la. Manchmal klappt's gut, manchmal nich so.
Ich würde eher zu einer frischen Installation raten. Und falls man doch lieber n Update haben will, dann lieber erst mal n paar Tage warten. Nach 'ner Woche sind die schlimmsten Bugs weggepatcht. :)

Wenn man das clever angestellt hat, also z.B. sein /home-Verzeichnis auf 'ne extra Partition gelegt hat, dann ist 'ne Neuinstallation halb so wild. Es gibt sogar extra bei Ubuntu ein grafisches Programm, das speichert, welche Programme Du installiert hast - auf diese Weise ist es echt einfach, Dir Dein System nach einer Neuinstallation wieder mit "Deinen" Programmen zu versehen, so dass Du im Prinzip gleich dort weiter machen kannst, wo Du vor dem Upgrade aufgehört hast. Das Programm heißt im Menü "Servicepaket-Erstellung" ("gpk-service-pack") und als Paket "packagekit-gnome".

BackUps sind trotzdem angeraten - wie eigentlich sowieso in regelmäßigen Abständen... (Mach ich es deswegen? Natürlich nich :oops: !)

Aber zu Deinen Fragen:
stevie777 hat geschrieben:Wie lange kann man so ein Betriebssystem verwenden bzw. wie lange wird man mit Updates versorgt?
Bei Ubuntu ist das - glaube ich - ein Jahr, außer LTS: Da sind's dann 3. Man wird aber nur mit sicherheitsrelevanten Updates versorgt, d.h. auf neue Programmversionen oder Kernel wartest Du wahrscheinlich vergeblich. Es ist bei Linux immer gut, am Ball zu bleiben, d.h. ein neues Release auch mit zu machen - zumindest im Desktopbereich. Bei Servern ist das ja egal, so lange alles läuft und keine neue Funktionalität gebraucht wird.

Mint ist sehr ähnlich wie Ubuntu. Sidux ist da eine Besonderheit: Die wollen immer möglichst aktuell sein und haben da ein anderes Upgrade-System ("Rolling-Release"). Vorteil: Immer topaktuell, Nachteil: kann auch mal was kaputt gehen. Manche sagen: Kann man einem Neuling zutrauen - ich bin da eher skeptisch.

Wenn Du selten Upgrades machen willst, nimm Debian stable. Aber gehe davon aus, dass Du mit Programmen herumhantierst, die teilweise schon 3, 4 Jahre auf dem Buckel haben - angesichts dessen, was sich im Linux-Audio-Bereich gerade tut, keine wirklich gute Idee.

Grüße!
sommi
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Re: Troubleshooting um Ubuntu 10.04

Beitrag von sommi »

Guter Thread ... Danke.

Ich bin ja generell ein misstrauischer Mensch, der nicht jedem Trend nachrennt und nicht alles Neue sofort mitmacht. Ich schaue mir das Treiben erst mal eine Weile an, tausche mich aus, recherchiere ordentlich und dann entscheide ich mich. Ich bin vor ca. einem halben Jahr mit Ubuntu 9.04 in die Linux-Welt eingetaucht und damit noch immer recht zufrieden. Zwischenzeitlich habe ich natürlich viel experimentiert, "gespielt" und gefrickelt. Die Angst, all das gewonnene wieder zu verlieren, ist groß. Andererseits fühle ich mich mit Linux inzwischen so wohl, dass ich mir zutraue, eine Neuinstallation an meine Bedürfnisse anzupassen. Was ich einmal geschafft habe kann ich wieder schaffen. Und natürlich weiß ich, dass bei Linux nicht gilt "never change a running system", sondern - wie Mitsch schreibt - "immer gut am Ball zu bleiben, d.h. ein neues Release auch mit zu machen". Lucid reizt mich schon sehr, doch die Meldungen zum Release sind wiederum so abschreckend, dass ich wohl doch lieber erst mal abwarte.

Was mich noch interessiert: Bin ich mit einer LTS-Version gezwungen, diese drei oder vier Jahre zu nutzen? Oder kann ich z. B. von Ubuntu 10.4 später auf 10.9 wechseln, obwohl 10.9 dann wahrscheinlich nicht LTS ist? Updates von Programmversionen und Kernel wären mir eigentlich auch wichtig. Ist es vielleicht gar ratsamer erstmal ein Upgrade auf 9.10 zu machen und dann auf die nächste "normale" Ubuntu-Version zu warten? Würde mich sehr über Meinungsaustausch freuen.

Gruß von Sommi
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Mitsch
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Re: Troubleshooting um Ubuntu 10.04

Beitrag von Mitsch »

sommi hat geschrieben:Bin ich mit einer LTS-Version gezwungen, diese drei oder vier Jahre zu nutzen?
Nein
sommi hat geschrieben:Oder kann ich z. B. von Ubuntu 10.4 später auf 10.9 wechseln, obwohl 10.9 dann wahrscheinlich nicht LTS ist?
Die heißt dann vermutlich 10.10, aber: Ja!
Du kannst auch von 9.04 auf 10.04 wechseln, aber nicht direkt - Du musst dann 'n Zwischenschritt über die 9.10 machen. Ich meine, mich erinnern zu können, dass man von LTS- zu LTS-Version direkt Upgraden kann. Gebe da jetzt keine Garantie drauf...

Grüße!
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corresponder
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Re: Troubleshooting um Ubuntu 10.04

Beitrag von corresponder »

also ich hab mit ubuntu updates/upgrades keine guten erfahrungen oder sagen wir es so, es kann dumm laufen.
sidux ist im studio immer noch meine wahl.


gruss

c.
Nichts bewegt Sie geistig wie ein Gnu.
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metasymbol
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Re: Troubleshooting um Ubuntu 10.04

Beitrag von metasymbol »

Auch ich halte Ubuntu nicht gerade für die erste Wahl im Studio, egal welche Version. In der Vergangenheit (8x) war das mal ganz OK, aber bei Canonical sitzen Leute am Hebel, denen kreative Pro Applikationen nicht wichtig ist . Da gibt es um Längen besseres. z.B. AV Linux.
Warum soll jemand, der sich an die GPL hält und die Software weitergibt dann vom Autor des Quelltextes und seinen Anhängern verfolgt werden?
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