Mellotron

dein computer soll auch eigene töne erzeugen? synthesizer (virtuell-analog, modular, rompler, fm, physical modelling usw.), sampler oder drumcomputer: alles über die klangsynthese mit linux findest du genau hier...
zettberlin
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Re: Mellotron

Beitrag von zettberlin »

klaus111 hat geschrieben:
Den TaijiguyGigaTron_switched.gig darf man getrost vergessen.

Viele Grüße
Klaus

Na gut, ich höre da auch nicht ohne weiteres heraus, wo die 322MB versteckt sind und wenn das GIG-File wie irgend ein Instrument klingt, dann sicherlich nicht wie eine Violine oder ein Accordion sondern allenfalls irgendwie wie ein Mellotron ;-)

Aber an sich gefällt mir der Sound ganz gut, ich kann mir sehr schöne Musikstücke damit vorstellen...
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Re: Mellotron

Beitrag von Mitsch »

zettberlin hat geschrieben:Na gut, ich höre da auch nicht ohne weiteres heraus, wo die 322MB versteckt sind
Waren's jetzt GB oder MB? :)

Grüße!
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Re: Mellotron

Beitrag von klaus111 »

Natürlich MB; Entschuldigung, mein Fehler. Ein GIG-File von 322 GB wäre ein Novum in der open-source-Welt. In solche Größenordnungen kommt die Vienna Symphonic Library, z.B: http://www.vsl.co.at/de/211/442/1797/1883/1881/305.htm
(418,8 GB)

Wirklich gute Sample-Libraries (bes. von Orchestern) lassen sich mit dem open-source-Konzept schwer bis kaum realisieren. Paul Davis hat den Grund erkannt:
the beauty of something like wikipedia is that you only have to find someone motivated enough to do a very small thing (write a first version of a page, or edit a detail) and you've already got something that is better than you had before. sample libraries don't really become useful until they are done - getting a really good sample of A3 legato doesn't do much until you've got them all (and as noted, its generally accepted that you want the same instrument and hands for all of them).
Quelle
Immerhin gibt es das Sonatina Symphonic Orchestra (440 MB download).

Doch zurück zu den Mellotron-Samples. Etwas möchte ich da mein Urteil relativieren, denn ich ging davon aus, daß die schwarzen Tasten bei der Samplewahl nicht belegt sind, weil sich zwischen dem tiefen c und den cis kein Unterschied ergab. Dadurch sind mir die Flöten auf dem b (dt.) entgangen und das sind noch die besten Samples. Doch auch hier fällt z.B. das f' störend aus dem Rahmen.
Keine Ahnung, wie das zustande kommt, aber teilweise sind (andere) Samples schrecklich verstimmt.

Vermutlich wurde da ein schlecht gewarteter alter Kasten schlampig gesampelt.

Viele Grüße
Klaus
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Re: Mellotron

Beitrag von Mitsch »

Habe mich mit Software-Samplern noch nicht sooo auseinandergesetzt, aber kann man in z.B. Fluid-Synth nicht einach das Sample "nachstimmen"? Bei meinem Akai S2000 geht das…
Wenn der Ton in sich schwankt, bringt das natürlich nichts, sehe ich ein… Wer will schon Chaos ohne Zufall?

Grüße!
klaus111
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Re: Mellotron

Beitrag von klaus111 »

Die Samples ließen sich durch Korrekturen der Stimmungen und der Pegel verbessern. Im sfz-Format wäre das kein Problem.
Sucht man Möglichkeiten, gig in sfz zu konvertieren, so stößt man auf wenig ermutigendes. Zumindest für mich ergab sich keine Lösung.

Doch in dem File TaijiguyGigaTron_switched.gig sind auch doppelchörige Samples enthalten, die in sich verstimmt sind. Vermutlich hat man da nicht Zugriff auf die Einzelstimmen.

Viele Grüße
Klaus
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Re: Mellotron

Beitrag von zettberlin »

klaus111 hat geschrieben:
Wirklich gute Sample-Libraries (bes. von Orchestern) lassen sich mit dem open-source-Konzept schwer bis kaum realisieren. Paul Davis hat den Grund erkannt:
the beauty of something like wikipedia is that you only have to find someone motivated enough to do a very small thing (write a first version of a page, or edit a detail) and you've already got something that is better than you had before. sample libraries don't really become useful until they are done - getting a really good sample of A3 legato doesn't do much until you've got them all (and as noted, its generally accepted that you want the same instrument and hands for all of them).
Quelle
Das ist insoweit richtig, als es bei Samplelibs um größere Brocken Arbeit als bei einem Wikipedia-Stub geht und dass man auch spezielle Hardware, für viele Sachen auch ein Studio benötigt. Aber immerhin kann man als reiner Musiker auch mal was beitragen, indem man zum Bleistift das eigene Klavier erst mal nur aufnimmt und die Aufnahme anderen gibt, die kein Klavier aber Zeit haben, die Aufnahme zu schneiden und in eine Lib einzubauen.

klaus111 hat geschrieben:
Vermutlich wurde da ein schlecht gewarteter alter Kasten schlampig gesampelt.
ist mir inzwischen auch aufgefallen... An sich klingen die einzelnen Stimmen aber nicht uninteressant...
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Re: Mellotron

Beitrag von klaus111 »

zettberlin hat geschrieben: Aber immerhin kann man als reiner Musiker auch mal was beitragen, indem man zum Bleistift das eigene Klavier erst mal nur aufnimmt und die Aufnahme anderen gibt, die kein Klavier aber Zeit haben, die Aufnahme zu schneiden und in eine Lib einzubauen.
Gerade für Piano gibt es auch recht gute Libs:

Maestro Concert Grand (2003)
und noch besser
Salamander Grand Piano (2010)

In beiden Fällen waren es Einzelne, welche die Arbeit verrichteten. Und mit welcher Ausstattung und welchem Aufwand?

Mit Spitzenmikrophonen (ein Paar Neumann KM84 beim Maestro Concert Grand) und mit 5 velocity layers (Maestro) bzw. 16 veolocity layers (Salamander).

So eine Arbeit hat Bestand. Auf schlecht aufgenommene Libs mit verstimmten Klavieren, im Sinne von "... auch mal was beitragen ...", kann man verzichten.

Das eigentliche Problem besteht aber da, wo es über die Möglichkeiten von motivierten Einzelnen hinausgeht, z.B. Libraries von Chören. Da existiert nichts brauchbares.

Auch fünf Jahre OpenOrchestra brachten keine Ergebnisse. Das zur Verfügung stehende Template wurde gerade neun Mal heruntergeladen.

Wunder dauern eben etwas länger, wie jenes, daß gleich eine Reihe von Profis mit entsprechender Ausstattung eine große Arbeit umsonst machen. ;-)
zettberlin hat geschrieben: ist mir inzwischen auch aufgefallen... An sich klingen die einzelnen Stimmen aber nicht uninteressant...
Die Flöten fände ich nach Korrekturen interessant. Praktisch ein Sound mit "Patina", der in bestimmten Situationen gut einsetzbar wäre. 35 Töne sind natürlich etwas wenig.

Viele Grüße
Klaus
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Re: Mellotron

Beitrag von zettberlin »

klaus111 hat geschrieben: So eine Arbeit hat Bestand. Auf schlecht aufgenommene Libs mit verstimmten Klavieren, im Sinne von "... auch mal was beitragen ...", kann man verzichten.
Dass man "irgendwas" beitragen möchte, sollte recht eigentlich nie der erste Grund sein, wenn man was beiträgt. Der erste Grund sollte sein, dass man für sich selbst ein Problem lösen möchte. Wenn man das geschafft hat, sollte man dann möglicherweise sagen: "Ok, diese Samples sind genau so, wie ich sie für meine Musik haben will. Hmmm... vielleicht könnten andere da draußen auch was damit anfangen. Na gut, dann gebe ich sie frei: Viel Spass Leute!"
Das gilt auch für viele Softwareprojekte.

Wenn es so läuft, entstehen freilich auch Sachen, die dem Herausgeber gut gefallen aber sonst kaum jemandem. Aber was solls: es ist Material, man kann es nehmen oder lassen und wenn man Glück hat, löst auch mal ein freiheitlich Gesinnter für sich das Problem: wie bekomme ich die Stradivaris von diesem wunderbaren Streichquartett aus meinem Aufnahmeraum in meinen Sampler zuhause?

Davon abgesehen: ganz persönlich denke ich, dass das wunderbare Streichquartett jeder Samplelib immer überlegen sein wird, wenn es denn wie ein richtiges Streichquartett klingen soll. Im Sampler ist es auch wieder Material, das man solangen bearbeitet und verfremdet, bis man etwas hat, das man von einem echten Streichersatz nicht bekommen kann.

Und in der Oberliga ticken die Leute auch so. Ich würde mich wundern, wenn auf einer der Platten und CDs, die ich hier habe nicht die Namen der Spieler stehen sollten, wenn ein Streichquartett auf der Platte zu hören ist.

Aber in einem hast Du völlig recht: verstimmt sein darf eine Lib nicht. Das Verstimmen möchte ich dann doch lieber selber erledigen ;-)
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